eisfuchsLabor

Kennt Ihr dieses Gefühl, in einer dicken Ursuppe zu stecken, und Ihr habt gerade nichts Besseres zu tun, als kleine Einzeller in die richtigen Reihen zu schubsen, damit nicht alles ins Chaos mutiert? Äh. Ich auch nicht.

Zumindest kannte ich es bis vor einer Weile nicht, doch dann erschien Splice, das neuste Meisterwerk von Cipher Prime, dem Studio, das mich mit ihren Spielen (als da sind: Auditorium web, steam, Pulse ipad & Fractal fuck, *überall!*) bisher immer und jedes Mal in ihren Bann ziehen konnten.

Was dieses Studio ausmacht, ist Liebe zum Detail, eine gehörige Portion Spaß, Hang zum Minimalismus und nicht zuletzt das schlichte, aber effiziente Sound-Design. Und die Soundtracks. Die Soundtracks.

Egal, wie viele Preise dieses Studio noch abräumt, irgendwo ist noch ein Funken, der nicht ganz gewürdigt wurde. Finde ich. Aber ich kann Euch ja viel erzählen, wenn Ihr mich lasst.

Screenshot

In Splice ordnet man diese kleinen Kapseln so an, dass sie das vorgegebene Muster vollständig abdecken und nicht überhängen. Dabei hat man nur eine begenzte Anzahl an Zügen und muss alle "Aktionskapseln" mutieren lassen. Ich nenne es mal Mutieren, weil mir sonst kein anderes Wort dazu einfällt.

Es gibt Kapseln, die einen Kapselast entfernen, welche, die eine zusätzliche Kapsel erzeugen und welche, die den Ast spalten (die sieht man alle im Bild). Was seicht beginnt, wird am Ende ziemlich freaky.

Es ist leicht erlernt, schwer zu meistern, und es lässt einen irgendwie versuppen. Das kurze Crescendo, wenn man eine Seqzenz abgeschlossen hat... pure Gänsehaut. Ist im Übrigen auch ein sehr nettes Spiel für Zwischendurch. Und wenn man einmal den Bogen raus und einen Lauf hat, dann ist man eigentlich kaum noch zu bremsen und spielt das Spiel locker durch. Auch zu erwähnen sei das flexible Undo-System, mit dem ihr einfach Eure Schritte wieder rückgängig machen oder vorspulen könnt. Überhaupt fühlt sich alles sehr sauber an (bis auf diesen einen Bug, wo ein Zug, der nichts ändert als Splice gewertet wird und man den rückgängig machen muss, weil man sonst keine Züge mehr übrig hat, grunz) und spielt sich hervorragend.

Übrigens: Die einzige Grafik-Einstellung ist "Sexy", und das ist nicht gelogen.

Das Problem bei diesen Spielen ist, man erklärt einmal kurz das Prinzip, und dann fehlen einem die Worte. Ich habe zumindest gestern ein paar Achievements freigeschaltet, weil ich mich nicht losreißen konnte, und auch irgendwie die Zeit vergessen habe. Es gibt 7 Sequenzen mit jeweils 7 Puzzles, was jetzt auf den ersten Blick wenig erscheinen mag, aber wenn man alle Sequenzen gemeistert hat, schaltet das "Epilog"-Sequenzen frei, die noch mal etwas schwieriger sind. Außerdem kann man versuchen, jedes einzelne Level in weniger Zügen als angegeben (den Par zu schlagen) zu lösen. Das gibt dann auch noch mal fette Errungenschaften.

5/5. Fetzt.