eisfuchsLabor

Ich blättere also heute so durch meine Spiele-Liste, weil mir ein bestimmtes Spiel, das schon eine Weile in der Mache ist, wieder in den Sinn kam, drücke einfach mal aus Spaß "Kaufen", ohne mir sonderlich große Hoffnungen zu machen, und da sehe ich, dass der Google Play Store anscheinend endlich die Möglichkeit bietet, meine Einkäufe über meine Mobilfunkrechnung abzuwickeln.

Meine Fingerspitzen kribbeln.

Delver heißt das gute Stück, und ist schon geraume Zeit für Android (aber natürlich länger und dort auch kostenlos für PC/Mac) verfügbar, aber richtig in den Genuss kam ich nie, weil's mich bislang nicht reizen konnte. Überhaupt ist das sehr nachvollziehbar.

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Was einen bisher bei Minecraft schon abschreckte, steht hier nun wieder vor der Tür und droht um Süßigkeiten. In beiden Fällen Charme, die Reduktion auf das Wesentliche. Sehr viel weniger kann man nicht mehr zeigen.

Ich will außerdem ganz ehrlich sein - das doch eher stark schlicht gehaltene Spiel von Chad Cuddigan ist -- ähnlich wie das vor kurzem vorgestellte Splice -- sehr knapp und schnell erklärt. Ihr kriecht durch enge Tunnel, kämpft Euren Weg durch immer wieder auftauchendes Ungeziefer und Monster zur nächsten Leiter, kraxelt hinab, nächstes Stockwerk, weitermachen.

Besonders schön hierbei ist eigentlich, dass das Spiel auf dem Handy perfekt aufgehoben zu sein scheint. Es lädt schnell, es beendet sich schnell, es saugt den Akku eher weniger schnell leer als jedes andere Spiel (was nicht heißt, dass mein Smartphone nach einer längeren Sitzung dann doch eher warm als kühl ist, ähem), und man kann jederzeit einfach beenden - alles wird automatisch gespeichert.

Oh, das hatte ich ganz vergessen: Alle Dungeons sind zufallsgeneriert. Würde ich jetzt als zusätzlichen Reiz verbuchen. Falls man dann doch mal stirbt (ist mir vorhin passiert, weil ich nicht wusste, woher mein Schaden kam; anscheinend sind Angriffe in den Rücken gefährlicher als wenn man frontal angegriffen wird), sieht man nicht immer den gleichen Keller, in dem die Leichen versteckt sind. Falls Euch die schöne Grafik alleine nicht überzeugt hat, das ist ein wichtiges Feature!

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Wen die Entwicklung des Spieles interessiert, schaut mal im Entwickler-"Log" vorbei. Dort gibt es allerhand Informationen, neue Versionen und viele Kommentare. Außerdem könnt Ihr Chad bei Twitter folgen und ihm für das Spiel danken. Ich bin sicher, er freut sich.

Also, verzichtet mal auf einen Starbucks-Kaffee, gebt ein kleines bisschen Geld für ein nettes Spiel aus. Wenn Ihr bisher nicht wusstet, was Ihr überhaupt für Android kaufen solltet - Delver it is. Übrigens - vom selben Entwickler ist im Play Store noch ein anderes Spiel gelistet, das zwar auch ganz nett ist, ich aber nicht sonderlich hervorheben möchte. Aber sechzig Cent sind es wert. Jap. (Weil, überlegt mal, wie viel Geld sechzig Cent sind. Ey.)

4/5. Fetzt an den Fingerspitzen.