Die erste Session Star Citizen lief ganz gut– für Star-Citizen-Verhältnisse.

Knapp die ersten zwei Stunden der Aufnahme waren praktisch unbrauchbare Alle-drei-Sekunden-ein-Frame-Diaschau, weil ich die Encoder-Settings falsch eingestellt hatte. Zunächst dachte ich, es lag an der viel zu hohen Bitrate, aber nach einer Mütze Schlaf stellte ich fest, dass die Einstellungen für den Encoder auf CPU-Kodierung standen, statt die Arbeit die Grafikkarte erledigen zu lassen, wo solche stumpfen Aufgaben wesentlich effizienter erledigt werden können. Dann ging's aber. Also, abgesehen davon, dass ich das Audio-Setup trotzdem immer noch total versaut habe und den ganzen Stream über das Spiel selber nicht zu hören ist; ein Fehler, der sich auch in den folgenden Aufzeichnungen bemerkbar macht. Trotz Mate (von der ich nur 1½ Flaschen geschafft habe) wurde ich dann doch schlagartig müde, nachdem wir festgestellt hatten, dass das Modell Schiff, was wir beide flogen, für viele Missionen (alle, bei denen Cargo oder Passagiere transportiert werden sollen) nicht geeignet war.

Falls Ihr den Stream sehen wollt, fragt mich nach dem Link. Vorerst halte ich den unter Verschluss, insbesondere für den verkackten Start.

Screenshot der Aufzeichnung am Morgen danach

Um Star Citizen selber mal kurz zu bewerten: Es ist hart. Es ist richtig hart. Denkt an alle Bugs, Glitchs und Probleme, die Ihr schon mal in Videospielen erlebt habt– Star Citizen hat sie alle. Also, um nur ein richtig übles Problem mit dieser Starter-Raumschiffklasse zu nennen: Wenn man aus dem Schiff aussteigt, fällt man durch den Boden von allem, was unter einem ist. (Zum Beispiel Planeten.) Immer. Jedes Mal.
Nachdem ich etwas geschlafen hatte, war ich auch heiß, einen Vertrag zu erledigen, den ich tatsächlich abschließen kann, nur, damit ich mich ein bisschen zurechtfinden kann.
Jedes Mal, wenn ich mein Schiff irgendwo "geparkt" habe, (ich kann mein Schiff ja nicht landen, haha) kam irgendein Lurch und schießt den Vogel in kleine Stücke. Ich würde gerne mein Schiff als sowas wie meinen Besitz sehen, aber bei diesem Verschleiß und Respawn-Rate fühlt es sich eher wie High-Tech-Toilettenpapier an.
Teil der Missionen ist um Glück nicht, wieder irgendwo anders hinzufliegen (zumindest bisher), aber trotzdem. Alleine gegen hunderte Spielverderber zu spielen ist lästig. Ich würde gerne dafür belohnt werden, niemandem auf den Senkel zu gehen.
Da muss ich sagen, bei No Man's Sky hänge ich viel mehr an meinem Schiff. So eine Art mobile Heimat. Hier sehe ich mein Schiff so oft, wie es kaputtgeht, explodiert oder verschwindet, dass ich dabei absolut gar nichts mehr fühle. Und das schon nach zirka acht Stunden Spielzeit.
Den Nachmittag und Abend lasse ich dann eher die Seele baumeln.

Leider merke ich zu spät, dass sich die Blog-Einträge, die ich noch abschließen muss, stapeln. Ups.
Wenigstens schreibe ich regelmäßiger als ich was veröffentliche. Vergebt mir. Ich hoffe, Ihr vermisst die Einträge nicht zu sehr.

Den Rest der Woche versuche ich möglichst, unbeschadet durch das Warme Klima zu kommen, was mein Kreislauf und das Antiallergikum deutlich erschweren. Ich komme dazu, ein paar Gedanken im Internet zu recherchieren, aber wirklich etwas erledigt bekomme ich nicht.
Mir drängt sich allerdings der Gedanke auf, ob es nicht besser wäre, die Feinarbeit am Ballspiel direkt in das "richtige" Spiel fließen zu lassen, statt mir jetzt noch mal so richtig viel Mühe für den Prototypen zu geben; schließlich will ich am Ende nicht alles doppelt machen müssen. Oder schlimmer, wenn ich den Prototypen zu fertig mache, dann lasse ich am Ende die Idee von einem "richtigen" Spiel fallen, weil ich fürchte, nicht noch mal so ein spielbares Machwerk aufgezogen zu bekommen.